Als Gemeinsam gegen Menschenhandel helfen wir Opfern von Menschenhandel durch die Vernetzung und Unterstützung unserer Mitglieder und von befreundeten Vereinen.

Telefonische Hilfe, auch per Chat oder E-Mail erhalten Betroffene beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen. Hier werden betroffene Frauen zu allen Formen von Gewalt beraten: bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, Zwangsheirat, Menschenhandel oder Genitalverstümmelung. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und mit Hilfe von Dolmetscherinnen in vielen Sprachen. Die Beraterinnen vermitteln bei Bedarf an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch unterstützende Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon wenden: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 auch per Chat oder E-Mail – in 17 Sprachen!

Uns liegt es sehr am Herzen, Betroffenen zu helfen. Viele unserer Mitglieder und befreundeten Vereine leisten in diesem Bereich täglich eine großartige Leistung. Wenn Sie mehr über Opferhilfe der jeweiligen Mitgliedsorganisation erfahren möchten, dann schauen Sie gerne auf den Internetseiten

Berlin:

ALABASTER JAR E.V. in Berlin ist eine aufsuchende Initiative für Frauen in der Prostitution. Das Ziel ist es, dauerhafte Beziehungen zu den Frauen, die sich in Berlin auf der Straße prostituieren, aufzubauen und ihnen in ihren vielfältigen Lebenslagen und Problemsituationen zu helfen und beizustehen. Dabei ist es Alabaster Jar besonders wichtig, Wertschätzung zu vermitteln und die Frauen in ihrer Würde zu stärken.
Opfer von Menschenhandel treffen sie häufig auf der Straße, weshalb die Thematik in ihrer Arbeit sehr präsent und zu einem Herzensanliegen geworden ist. www.alabasterjar.de

Neustart in Berlin berät und begleitet drogenabhängige, sich prostituierende und inhaftierte Frauen. Sie sind Christen aus unterschiedlichen Gemeinden und Kirchen und helfen notleidenden Frauen unabhängig ihrer religiösen Zugehörigkeit oder ethnischen Herkunft. In ihrem Kontakt- und Beratungscafé am Straßenstrich Kurfürstenstrasse stehen ehrenamtliche MitarbeiterInnen und eine ausgebildete Sozialarbeiterin für persönliche Gespräche sowie soziale Beratung zur Verfügung. Sie bieten ihren Gästen einen Ort zum Ausruhen, servieren Speisen, Getränke und auch gespendete Kleidung. Außerdem vermitteln sie Frauen an Entgiftungs- und Therapieeinrichtungen.
Regelmäßig sind sie in den Abend- und Nachtzeiten mit MitarbeiterInnen im Umfeld der Kurfürstenstraße (Frobenkiez/ Schöneberger Norden und Tiergarten-Süd) sowie auf der Oranienburger Straße (Berlin-Mitte) unterwegs. Sie versorgen die Frauen in der Prostitution mit warmen Getränken, stehen ihnen für persönliche Gespräche zur Verfügung und bieten ihnen soziale Beratung an. www.neustart-ev.de

Pink Door e.V. unterstützt in Berlin als gemeinnützige, christliche Organisation Frauen, die aus der Prostitution aussteigen oder sexueller Ausbeutung sowie Menschenhandel entfliehen wollen. Gemeinsam mit diesen Frauen entwickelt Pink Door neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Dazu bietet Pink Door ein ganzheitliches Ausstiegsprogramm, in dem lebenspraktische und berufsrelevante Fähigkeiten vermittelt werden. In der ersten Phase wohnen die Teilnehmerinnen in einem Schutzhaus, in der zweiten in einer betreuten, eigenen Wohnung und in der dritten komplett selbstständig. Die Frauen werden in allen drei Phasen von Fachpersonal begleitet und individuell beraten. Dabei steht im Vordergrund, dass den Frauen mit Akzeptanz und Wertschätzung begegnet und die Eigeninitiative gefördert wird. Pink Door legt in der gesamten Arbeit großen Wert darauf, mit anderen Organisationen zu kooperieren und sich zu vernetzen. www.pinkdoorberlin.org

Hamburg:

Das Team von MISSION FREEDOM Hamburg setzt sich aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen. Ziel des Vereins ist es, Opfern von Menschenhandel (sexuelle Ausbeutung, Arbeitsausbeutung und Zwangsheirat) eine sichere Unterkunft anzubieten, in der sie stabilisiert und auf ihrer Wegfindung in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt werden. Im MISSION FREEDOM HOME können betroffene Frauen mit ihren Kindern in einer ruhigen Atmosphäre leben und physisch wie psychisch zu Kräften kommen. Durch das Zusammenleben und individuelle Beratung und Begleitung werden die Frauen stabilisiert und können sich so auf einen Neustart in ein eigenständiges Leben vorbereiten. Rechtliche Belange werden in Kooperation mit den örtlichen Sozialstellen und Behörden geklärt. www.mission-freedom.de

Stuttgart:

MOTIVIERT von christlicher Nächstenliebe ermöglicht das Team aus hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern Betroffenen des Rotlichtmilieus den Ausstieg und einen Neustart. Die Gründe, warum sich Menschen prostituieren liegen hauptsächlich in irgendeiner Form von Zwang. Finanzielle Nöte aber auch organisierte Kriminalität in Form von Menschenhandel machen Personen zu Opfern dieses Milieus. Diese Spirale der Hoffnungslosigkeit möchten sie aufhalten und ihr entgegentreten. KONKRETISIERT werden diese Ziele ganz praktisch durch psychologische und seelsorgerliche Begleitung und Unterstützung der Integration. Sie geben praktische Hilfestellungen bei Bürokratie und Behördengängen, bei der Arbeits- und Wohnungssuche, stellen eigene Immobilien als erste Ausstiegswohnungen zur Verfügung und fördern mit Sprach- und anderen Eingliederungskursen. www.esther-ministries.de

Ein „HoffnungsHaus“ im Stuttgarter Rotlichtviertel: Im Raum Stuttgart gehen schätzungsweise 4000 Menschen der Prostitution nach. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind teilweise katastrophal und menschenunwürdig. Gewalt ist an der Tagesordnung. Die meisten Frauen haben keine Perspektive für ihr Leben. Das HoffnungsHaus will den Frauen
· einen Ort der Ruhe anbieten
· Würde und Anerkennung vermitteln
· Wege aus der Krise zeigen und sie dabei begleiten
www.hoffnungshaus-stuttgart.de

Kainos Ziel ist es, nicht nur unfreiwilliger Prostitution vorzubeugen bevor sie beginnt, sondern auch dort einzugreifen, wo sie bereits stattfindet. Kainos e.V. engagiert sich nachhaltig, damit Frauen, die ein freies Leben anstreben die traumatisierenden Erfahrungen und sozialen Folgen sexueller Ausbeutung bewältigen können.
Ihr Auftrag: Kontakte knüpfen, praktischem Bedarf begegnen, Unterkunft und soziale Unterstützung für Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen, Prävention: Schulungen vor Ort für Studenten, Schulen, Kirchengemeinden und andere Gruppen, Kurse, Mentoring und Vermittlung von Aus- und Weiterbildung, Ausbildung und Begleitung freiwilliger Helfer.
Jeder Schritt wird von ihren christlichen Werten und dem Glauben an die von Gott gegebene Würde eines jeden Menschen geprägt. www.kainos-ev.com

Heilbronn:

„Hope“ – Hoffnung für Heilbronn. Hope setzt sich in Heilbronn und Umgebung gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und Armutsprostitution ein und möchte, dass diese Ungerechtigkeit in unserem Land ein Ende hat. Hope will diesen Frauen Hoffnung bringen und ihnen Perspektiven außerhalb des Rotlichtmilieus aufzeigen, weshalb sie sich auf Beziehungsarbeit konzentrieren. Neben der regelmäßigen Präsens bei den Frauen in Prostitution, bieten sie auch Präventions- und Aufklärungsseminare in Schulen, Kirchen und Vereinen an, um u.a. auf die Gefahr von Loverboys aufmerksam zu machen. http://hope-hoffnung.de/

Karlsruhe:

The Justice Project Deutschland ist eine Zweigstelle von The Justice Project International. Ihr Sitz in Deutschland konzentriert sich hauptsächlich auf ein Schutzhaus. Dort sollen die Frauen, die die Sexindustrie verlassen wollen, langfristig untergebracht werden und in einer heilsamen Tagesstruktur leben. Außerdem werden Teams geschult, die zu den Prostituierten hingehen und sie als Opfer von Menschenhandel identifizieren können. Neben dieser Arbeit betreibt der Sitz in Deutschland auch Öffentlichkeitsarbeit. Sie halten Vorträge in Schulen und bei anderen Veranstaltungen und wollen dort vor allem junge Menschen über das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution aufklären und ihre Haltung dazu verändern. www.thejusticeproject.de

Plauen (an der Grenze zu Tschechien):

KARO e.V. ist bis heute die einzige Organisation, die die sexuelle Ausbeutung von Kindern in den tschechischen Grenzregionen aufzeigt. Der Verein unterhält zwei Beratungsstellen. Eine befindet sich in Plauen/Vogtland (Deutschland) und die Beratungsstelle „Marita P.“ ist in Cheb (Tschechische Republik).
Weiterhin wird in der deutsch-tschechischen Grenzregionen regelmäßig Streetwork in den Straßenstrichbereichen und bordellähnlichen Einrichtungen durchgeführt. Langfristiges Ziel ist es, die Mädchen und Frauen bei einem Ausstieg zu unterstützen.
2009 wurde ein Schutzhaus für Opfer sexueller und anderer Gewalt eröffnet. Hier gibt es Schutz, Unterbringung, Begleitung und sozialpädagogische Beratung für bis zu 25 Kinder, Jugendliche und Frauen unterschiedlicher Herkunft und Nationalitäten. Aufgrund der traumatischen Erlebnisse der Bewohnerinnen des Schutzhauses ist der integrierte Therapiebereich von besonderem Wert. www.karo-ev.de

Deutschlandweit – viele verschiedene Städte:

Frauen und Mädchen, die Opfer von Menschenhandel oder Zwangsprostitution sind, von Zwangsehe oder Abschiebung bedroht werden oder Gewalt und Verfolgung fürchten im Heimatland und oft genug auch hier in Deutschland, können sich an die 15 SOLWODI Fachberatungsstellen und sieben Schutzhäuser in Deutschland wenden. Beratung und Hilfe bietet SOLWODI auch über Telefon oder Internet an. Die Menschenrechtsorganisation hilft jeder Frau ganz individuell, das Motto dabei lautet Hilfe zur Selbsthilfe. Gemeinsam werden neue Lebenswege geplant und ermöglicht, z.B. durch Deutschkurse, Ausbildungen, Hilfe bei der Wohnungssuche, Begleitung zu Behörden etc. Frauen und Mädchen werden von SOLWODI so lange begleitet, bis sie auf eigenen Beinen stehen können. Um auf die Missstände wie Menschenhandel oder Zwangsheirat aufmerksam zu machen und dagegen anzukämpfen, leistet SOLWODI europaweit Aufklärungsarbeit und bringt sich in politische Diskussionen ein. Auch Gesetzesinitiativen für mehr Sicherheit und Selbstbestimmung von Frauen gestaltet SOLWODI aktiv mit. www.solwodi.de